Ethik interkulturell:
"... der Egoismus. Er hat eine gute und eine schlimme Seite. Er ist die Grundlage für die menschliche Selbständigkeit und Freiheit, aber in seiner Kehrseite auch der Grund alles Schlechten und Bösen. Damit der Mensch aber lernte, aus freiem Willen das Gute zu tun, mußte er durch die Kraft des Egoismus durchgehen. Durch die Kräfte, die ihn früher geleitet hatten, mußte er immer wieder zum Guten angetrieben werden: aber es mußte ihm die Möglichkeit gegeben werden, selbst seinen Weg zu gehen. Ebenso nun, wie er herabgestiegen ist, muß er wieder hinaufsteigen in die Geistigkeit, und wie dieses Herabsteigen verbunden ist mit einem Überhandnehmen des Egoismus, so ist das Hinaufsteigen abhängig davon, daß die Selbstlosigkeit, das Gefühl der Sympathie der Menschen untereinander immer stärker und stärker wird. Die Menschheit hat sich durch verschiedene Zeitalter hindurch entwickelt, zuerst durch das alte indische, danndurch das persische, durch das ägyptisch-chaldäisch-babylonische und durch das griechisch-lateinische hindurch zu dem jetzigen, dem fünften Zeitalter, und dieses wird abgelöst werden von einem sechsten. ...
In früherer Zeit war der Mensch auch egoistisch, aber das war in anderer Art. Derjenige Egoismus, der so tief in die Seele hineingeht wie in unserem Zeitalter, hängt ganz zusammen mit der Ausprägung der materialistischen Gesinnung, und ein spirituelles Zeitalter wird die Überwindung dieses Egoismus bedeuten. Daher hat das Christentum und haben alle diejenigen Richtungen, die wirklich religiöses Leben hatten, bewußt hingearbeitet auf eine Durchbrechung der alten Blutsverbände; und einen radikalen Satz hat das Christentum hingestellt, der lautet: 'Wer nicht verläßt Vater, Mutter, Weib, Kind, Bruder, Schwester, der kann nicht mein Jünger sein.' Das deutet auf nichts anderes hin, als daß treten muß an Stelle alter Blutsverbände das geistige Band zwischen Seele und Seele, zwischen Mensch und Mensch. Es fragt sich jetzt nur: Welches sind diwe Mittel und Wege, daß die Menschheit die Spiritualität, das heißt das Überwinden des Materialismus, und zu gleicher Zeit das, was man den Bruderbuund nennen könnte, die Ausprägung der allgemeinen Menschenliebe, erlangt? Man könnte sich nun der Meinung hingeben, daß man nur recht gründlich die allgemeine Menschenliebe zu betonen brauchte, und daß dann diese Menschenliebe schon kommen müßte, oder man müßte Vereine gründen, die sich den Zweck der allgemeinen Menschenliebe zum Ziele setzen. Der Okkultismus ist niemals dieser Anschauung. Im Gegenteil! Je mehr der Mensch spricht von allgemeiner Bruderliebe und Menschlichkeit in dem Sinne, daß er sich daran berauscht, um so egoistischer werden die Menschen. Denn geradeso, wie es eine sinnliche Wollust gibt, gibt es eine Wollust der Seele; und es ist sogar eine raffinierte Wollust, zu sagen: Ich will sittlich höher und höher werden! es ist im Grunde genommen ein Gedanke, der zwar nicht den gewöhnlichen alltäglichen Egoismus erzeugt, aber einen raffinierten Egoismus, der aus solcher Wollust entspringt.
Nicht dadurch, daß man Liebe und Mitgefühl betont, werden sie im Laufe der Menschheitsentwicklung erzeugt. Durch etwas anderes vielmehr wird die Menschheit geführt zu jenem Bruderbunde, und das ist die spirituelle Erkenntnis selber. Es gibt kein anderes Mittel, die allgemeine Menschenverbrüderung herbeizuführen, als die Verbreitung der okkulten Erkenntnisse in der Welt. Man rede immer von Liebe und Menschenverbrüderung, man gründe Tausende von Vereinen, sie werden nicht zu dem Ziele führen, zu dem sie führen sollen, so gut sie auch gemeint sind. Es kommt darauf an, das Richtige zu tun, zu wissen, wie man diesen Bruderbund begründet. Nur Menschen, die in der gemeinsamen, für alle Menschen gültigen okkulten Wahrheit leben, finden sich zusammen in der einen Wahrheit. Wie die Sonne die Pflanzen vereint, die ihr zustreben und deren jede doch eine Individualität ist, so muß die Wahrheit eine einheitliche sein, zu der alle hinstreben und deren jede doch eine Individualität ist, so muß die Wahrheiteine einheitliche sein, zu der alle hinstreben; dann finden sich alle Menschen zusammen. Aber energisch nach der Wahrheit arbeiten müssen die Menschen; dann erst können sie in harmonischer Weise zusammenleben. Man könnte einwenden: Nach der Wahrheit streben doch alle, aber es gibt doch verschiedene Standpunkte, und daher kommen dann wieder Streit und Differenzen. - Das ist eine noch nicht genügend gründliche Erkenntnis der Wahrheit. Man darf sich nicht darauf berufen, daß es verschiedene Standpunkte in der Wahrheit geben kann; man muß es erst erfahren, daß die wahrheit nur eine einzige sein kann. Sie hängt nicht ab von der Volksabstimmung, sie ist wahr in sich selber. Oder würden Sie darüber abstimmen lassen, ob die drei Winkel eines Dreiecks gleich 180 Grad sind? Ob Millionen Menschen das zugeben oder kein einziger, wenn Sie es erkannt haben, dann ist es wahr für Sie. Es gibt keine Demokratie in der Wahrheit. Und die noch nicht harmonieren, sind noch nicht genügend weit vorgedrungen in der Wahrheit. Daher rührt aller treit über die Wahrheit. Man kann sagen: Ja, aber der eine behauptet das und der andere jenes in okkulten Dingen! Das ist im wirklichen Okkultismus nicht der Fall. Es verhält sich damit wie bei materialistischen Dingen: da behauptet auch einer dies und ein anderer jenes, aber dann ist eines davon falsch. Ebenso ist es im wirklichen Okkultismus; nur daß oft die Ungezogenheit besteht, über okkulte Dinge zu urteilen, bevor man sie verstanden hat...." Rudolf Steiner: Die Theosophie des Rosenkreuzers, ISBN 3-7274-6430-5, S. 140-143

"...Die Popularisierung der okkulten Wahrheit im weitesten Umkreise ist die Mission dieses Zeitalters. Und diejenige Gesellschaft, diesich spirituell vereint, hat die Aufgabe, diese okkulte Wahrheit überall hineinzutragen in das Leben und unmittelbar dort anzuwenden. Das ist es ja gerade, was unserem Zeitalter fehlt. Sehen Sie nur, wie unser Zeitalter sucht und wie niemand das Richtige finden kann. Es gibt unzählige Fragen, die Erziehungsfrage, die Frauenfrage, die Medizin, die soziale Frage, die Ernährungsfrage. Und da doktert man herum an diesen Fragen und zahlreiche Artikel und Bücher werden geschrieben, und jeder redet von seinem Standpunkt aus, ohne daß er das, was dasZentrale ist, die okkulte Wahrheit, studieren will. ... Aber da muß man doch die höchste Weisheit erkennen! könnte man einwenden. Das geht von dem Irrtum aus, als ob man immer das wirklich erkennen müßte, was man im Leben anwendet. Wenn die Menschheit hätte warten wollen mit der Verdauung, bis man die Gesetze der Verdauung erkannt hätte, dann wäre die Entwicklung der Menschheit nicht möglich gewesen. ." Die Theosophie des Rosenkreuzers, Rudolf Steiner, München, 5. Juni 1907, ISBN 3-7274-6430-5, S.143

" ... So braucht man auchnicht alle geistigen Gesetze zuerkennen,um die Geisteswissenschaft einfließen zu lassen in das tägliche Leben. Das ist gerade die Art, wie die rosenkreuzerische Methode das Geistige behandeln will: weniger Abstraktion, dafür dieBetrachtung der alltäglichenLebensfragen. Darauf kommt es nicht an, daß man sagt: Geisteswissenschaftist Geisteswissenschaft -, sondern daß man imunmittelbaren Leben ernst damit macht. Glauben Sie, daßdas Kind alle grammatischen Regeln der Sprache kennt, wenn es sprechen gelernt hat? Erst lernt es sprechen und dann dieGrammatik. Daher muß Wert darauf gelegt werden, daß der Mensch erst mit Hilfe der spirituellen Lehren sich mit dem beschäftigt, was ihn unmittelbar umgibt, ehe er an das geht, was in den höchsten Welten zu finden ist, was über den astralischen Plan, über den devachanischenPlan Kenntnis verbreitet.Dennnur dadurch verstehen wir, was in unserer Umgebung existiert und wo wir selber eingreifen müssen. Daher ist es die konkrete Aufgabe, die zerklüftete Menschheit, die aus den alten Bluts- und Stammesverbänden herausgerissen ist, zu verbinden durch die einheitliche okkulte Weisheit. ..." (Amerika versucht, über den 11.September einen neuen Eine-Welt-Amerika--Blut-und-Boden-Nationalismus zu schüren, um die Wellenpolitik schon für die nächsten Generationen zu installieren! Anm.Paranoia-Paraneua-Bioeule!) zitiert wurde aus: Rudolf Steiner: Die Theosophie des Rosenkreuzers, München, 5. Juni 1907,ISBN 3-7274-6430-5, S. 143-144.
Gruß Paraneua-Bioeule!

" ... So geht, indem wir uns 'in die moderne Zeit' (Einschub von Paraneua!) ... hinüberentwickeln, der alte Zusammenhang in Stammes- und Blutsverbänden immer mehr verloren. Die Menschheit mischt sich,um sich von geistigen Gesichtspunkten aus zu gruppieren. Es war eine Ungezogenheit, in der Theosophie (gemeint ist die, die u.a. Frau Blavatsky, Frau Besant und in schlimmsten Auswüchsen Leadbeater mit seiner 'Krishnamurti-Christus-Reinkarnation', Anm.Paraneua-Bioeule) von den Rassen sozu sprechen, als ob sie immer bleiben würden. Der Begriff der Rasse verliert schon für die nächste Zukunft, womit allerdings Tausende von Jahren gemeint sind, seinen Sinn. (Der weltpolitisch angeheizte Multikulti-Prozess hat allerdings niederste Motive, die in der Entfaltung neuer Nationalismen und Gruppenbildungen je nach Bedarf, sich entlarven! Anm.Paraneua-Bioeule) Das ewige Reden, daß immer in der Welt sich sieben und sieben Rassen entwickelt hätten, das ist die spekulative Ausdehnung eines Begriffes,dernur für unserZeitalter nach rückwärts und vorwärts gilt; von der Sehergabe,vomOkkultismus ist das nie gesagt worden. Wie alles entsteht, so sind auch die Rassen entstanden, und wie alles wieder vergeht, werden auch die Rassen wieder vergehen,und jene, die immer nur von Rassen gesprochen haben, die werden sich daran gewöhnen müssen, ihre Begriffe flüssig zu machen. ..." Rudolf Steiner: Die Theosophie des Rosenkreuzers, S. 1444 Haben das die Ditfurths, Bierls, Brüder Grandts und ihre Zulieferer aus den Renegaten-Reihen der Anthroposophen auch gelesen?

" ...Das ist nur eine Bequemlichkeit! Wenn man ein wenig nur in die Zukunft blickt, gelten schon die Begriffe nicht mehr, die man in der Vergangenheit und Gegenwart angewendet hat. Das ist die Hauptsache, daß der Mensch nicht dasjenige, was er einmal in einen schönen Begriff gebracht hat, nun für eine ewige Weisheit hält. Man wird sich daran gewöhnen müssen, die Begriffe flüssig zu machen, zu erkennen, daß Begriffe sich verändern, und das wird ein Fortschritt sein. (eine Warnung an die Rechts-Gesetzmässigkeit, Kasuistik und deren "Europa"-Bemühungen? Anm. Paraneua-Bioeule) Diese Möglichkeit, von starren, dogmatischen Begriffen überzugehen in flüssige, das ist es, was ausgebildet werden muß in denjenigen Menschen, die Träger der Zukunft sein wollen. Denn so, wie die Zeiten sich ändern, müssen sich auch unsere Begriffe ändern, wenn wir diese Zeiten verstehen wollen. R. Steiner: Die Theosophie des Rosemnkreuzers, S. 144-145

"...Was die Menschheit heute denkt, das wird sie in Zukunft sein. Eine Menschheit, die materialistisch denkt, wird furchtbare Wesen in der Zukunft hervorbringen ("Monster-AG"? Sie sehen, die Filmemacher sind sprituell sehr belesen! Anm. Paraneua-Bioeule), und eine Menschheit, die spirituelle Gedanken denkt, wirkt ... umgestaltend auf denOrganismus der Zukunft ein (in gutem Sinne! Anm. Paraneua-Bioeule). ... Noch ist nicht vollendet, was die materialistische Denkweise bewirkt. Wir haben heute zwei Strömungen, eine große materialistische, welche die ganze Erde erfüllt, und die kleine spirituelle, welche auf wenige Menschen beschränkt ist. Unterscheiden Sie zwischen Seelen- und Rassenentwicklung. Glauben Sie nicht, daß wenn die Rassen zu einer grotesken Form übergehen, dann auch die Seelen dasselbe tun. Alle materialistisch denkenden Seelen arbeiten an der Hervorbringung böser Rassen, und was spirituell gearbeitet wird, bewirkt die Hervorbringung einer guten Rasse. ... ein Teil wird sich abspalten und den bösen Teil der Menschheit darstellen, und in dem ... Leibe wird sichäußerlich ausdrücken die innerliche Bosheit der Seele. ... Es wird ganz bei der Menschheit liegen, ob eine Seele bleibenwill bei der bösen Rasse oder hinaufsteigen will durch eine spirituelle Kultur zu einer guten.
Das sind Dinge, die wir wissen müssen, wenn wir mit wirklicher Erkenntnis indie Zukunft hineinleben wollen. Sonst gehen wir mit verbundenen Augen durch die Welt, denn es arbeiten Kräfte in der Menschheit, die man erkennen muß und die man beachten muß, und derjenige würde seine Pflicht an der Menschheit versäumen, der sich nicht bekannt machen wollte mit den Kräften, die nach der einen oder der anderen Seite gehen. (was bleibt von Bierls und Ditfurths "Rassismus"-Vorwürfen an Steiner noch haltbar? Anm. Paraneua) Das Erkennen um des Erkennens willen wäre Egoismus. Wer erkennen will, um hineinzuschauen in die höheren Welten (z.B. im Drogenrausch! Anm. Paraneua), der handelt egoistisch. Wer aber diese Erkenntnis hineintragen will in die unmittelbare Praxis des täglichen Lebens, der arbeitet an der Fortentwicklung der kommenden Evolution der Menschheit. ..." Rudolf Steiner: Die Theosophie des Rosenkreuzers, S. 149 - 150

" ... So sehen Sie, daß die spirituelle Bewegung ein ganz bestimmtes Ziel hat, nämlich die künftige Menschheit voranzugestalten. Dieses Ziel kann nicht anders erreicht werden als durch die Aufnahme der spirituellen okkulten Weisheit. So denkt derjenige, der Geisteswissenschaft als die große Aufgabe der Menschheit erfaßt. Er denkt sie im Zusammenhange mit der Entwicklung, und er betrachtet sie nicht als Begierde, sondern als Pflicht, die er erkannt hat. Und je mehr wir das anerkennen, desto rascher gehen wir der zukünftigen Gestaltung ... entgegen.
Wir müssen versuchen, wieder herauszukommen aus dem Materialismus, und so müssen spirituelle Gesellschaften daran denken, eine solche führende Rolle zu spielen in der Menschheit, nicht aus Unbescheidenheit, sondern als Pflicht. So muß eine gewisse Gruppe von Menschen zusammengehen, um die Zukunft vorzubereiten. Aber nicht örtlich ist dieses Zusammengehen aufzufassen. Alle Begriffe von Örtlichkeit haben dann ihren Sinn verloren, weil es sich nicht mehr um Stammesverwandtschaften handelt; sondern darauf kommt es an, daß sich auf der ganzen Erde die Menschen spirituell zusammenfinden, um die Zukunft positiv zu gestalten. (Also kein leerer "Denktank" - vgl. FAZ vom 12. April 2002! Weder in Europa, noch sonst wo ausserhalb der "Einen-Welt" und ihren UNO-Strategen! Anm. Paraneua-Bioeule!)
Deshalb wurde, als unser Zeitalter am tiefsten in den Materialismus hineinsegelte, vor vierhundert Jahren von der Bruderschaft der Rosenkreuzer ("nicht 'Rosenkränzler', wie mich Herr Roland Rösler vom hessischen Landtag übers Telefon vor ein paar Jahren herablassend-freundlich belehrte!) jene praktische geistige Wissenschaft begründet, die über alle Fragen des alltäglichen Lebens Bescheid geben will. Da haben Sie die aufsteigende Entwicklung zu der absteigenden.
Ebenso, wie die alte Erkenntnis zersetzend wirkt, ..., so sucht die spirituelle Richtung das einigende Band der spirituellen Weisheit. Daher die neue Einweihungsschulung, die direkt rechnet mit dem Hinüberleiten der Menschheit in einen neuen Zeitenzyklus. So verbindet sich das Prinzip der Menschheitsentwicklung mit dem Begriff der Einweihung." Rudolf Steiner: Die theosophie des Rosenkreuzers, Dreizehnter Vortrag in München, S. 150-151.
Gruß auch an "Ismail Feichtl" von der "Bosporus"-Filmgesellschaft!

 ... Als die Menschheit sich herausentwickelt hatte zu unserem gegenwärtigen Bewußtseinszustande, da fühlte sie in der Seele die Sehnsucht, wiederum enzudringen in die geistigen Reiche. Und ich habe Ihnen gesagt, wie indem alten indischen Volke jene tiefe Sehnsucht ursprünglich lebte, hinter allem, was uns in der Welt umgibt, das eigentlich Geistige zu erkennen, wie bei ihm die Anschauung entstand: Alles, was uns umgibt, ist ein Traum, eine Illusion; unsere einzige Aufgabe ist, uns hinaufzuentwickeln zu der alten Weisheit, die geschaffen und gewirkt hat in alten Zeiten. - Die Schüler der alten Rischis haben getrachtet, den Weg anzutreten, der sie durch Yoga dahin brachte, hinaufzuschauen in die Reiche, aus denen sie selbst heruntergestiegen waren. Von Maja fort strebten sie hinauf in diese geistigen Reiche.
Das ist der eine Weg, den der Mensch machen kann. Der neueste Weg, den es gibt, um zu der Weisheit emporzusteigen, istder Rosenkreuzer-Weg. Dieser Weg weist den Menschen nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft, in diejenigen Zustände, die der Mensch wiederum durchleben wird. Es wird gelehrt, durch bestimmte Methoden die Weisheit, die im Menschen veranlagt ist, aus sich selbst zu entwickeln. (welch tröstlicheMöglichkeit, wenn ich das heruntergekommene "Goldschmidt"-Haus in Leipzig vor seinem Abbruch mir in diesem Zusammenhang vor Augen stelle und die Möglichkeit eines neuen Beginns mir vorstelle trotz allem! Anm. Paraneua-Bioeule) Das ist der Weg, der gegebenwurde durch den Begründer der rosenkreuzerischen esoterischen Bewegung, äußerlich Christian Rosenkreutzgenannt. Nicht ein unchristlicher Weg ist das; er ist nur ein für die modernen Verhältnisse eingerichteter christlicher Weg, der zwischen dem eigentlichen christlichen und dem Yogaweg liegt.
Dieser Weg hat sich schon lange vor dem Christentum vorbereitet. Er nahm eine besondere Gestalt an durch jenen großen Eingeweihten, der in der esoterischen Schule des Paulus zu Athen als Dionysius der Areopagite jene Schulung begründete, aus deralle spätere esoterische Weisheit und Schulung hervorgegangen ist.
Das sind die beiden vorzugsweise für das Abendland gangbaren Wege der esoterischen Schulung. ..." Rudolf Steiner: Die Theosophie des Rosenkreuzers, Vierzehnter Vortrag, München, 6. Juni 1907, S. 152 - 153

"... Das Studium im Rosenkreuzer Sinne ist das Sich-vertiefen-Können in einen solchen Gedankeninhalt, der nicht der physischen Wirklichkeit, sondern der den höheren Welten entnommen ist; das, was man das Leben im reinen Gedanken nennt. Das wird sogar von den heutigen Philosophen meistenteils geleugnet (Gadamer und sein "Neukantianismus"? Anm. Paraneua-Bioeule); sie sagen, ein jedes Denken müsse einen gewissen Rest von sinnlicher Anschauung haben. Das ist aber nicht der Fall, denn kein Mensch kann zum Beispiel einen wirklichen Kreis sehen. Einen Kreis muß man im Geiste sehen; auf der Tafel ist er nur eine Anhäufung kleiner Kreideteilchen. Einen wirklichen Kreis kann man nur erlangen, wenn man absieht von allen Beispielen, von der äußeren Wirklichkeit. So ist in der Mathematik das Denken ein übersinnliches. Aber auch in den anderen Dingen der Welt muß man übersinnlich denken lernen, und eine solche Denkweise haben die Eingeweihten immer über das Wesen des Menschen gehabt. Die Rosenkreuzer-Theosophie ist eine solche übersinnliche Erkenntnis, und ihr Studium, wie wir es jetzt getrieben haben, ist die erste Stufe für die Rosenkreuzer-Schulung selbst. Nicht aus einem äußeren Grunde trage ich die rosenkreuzerische Theosophie vor, sondern weil dies die erste Stufe der rosenkreuzerischen Einweihung ist." Rudolf Steiner: Die Theosophie des Rosenkreuzers, Vierzehnter Vortrag, München, 6. Juni 1907, S. 158 - 159





 



 


   

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