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1. Der erste Weltkrieg der Geschichte
Europa im Übergang vom 17. zum 18. Jahrhundert
Hintergrund des Aufstandes


 






************************* Text ******************************* -->Ausgangspunkt für die Ereignisse des Jahres 1705/06 in Bayern stellt der Verlauf des "Spanischen Erbfolgekriegs" (1701 bis 1714) dar, der auf Grund seines Ausmaßes als "erster Weltkrieg der Geschichte" bezeichnet wird.
Der spanische König Karl II. aus dem Hause Habsburg blieb ohne männlichen Nachkommen und bestimmt deshalb 1698 den Sohn des bayrischen Kurfürsten Max Emanuel, Kurprinz Joseph Ferdinand, zum Universalerben des spanischen Weltreiches.
1699 stirbt der Kurprinz unerwartet im Alter von 7 Jahren.
1700 bestimmt der spanische König den Bourbonen Philipp von Anjou zum Erben der spanischen Krone. Die französische Krone würde ein Weltreich erben und erheblich an Macht gewinnen.
Diese weitreichende Machtverschiebung zugunsten Frankreichs läßt das österreichische Kaiserreich und England auf den Plan treten.
1704 kommt es zur Schlacht bei Höchstätt zwischen Frankreich und dem mit ihm verbündeten Bayern und dem "Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation" in Gestalt des österreichischen Kaisers Leopold I. und seinem Verbündeten England. Die Reichstruppen unter der Führung des Prinzen Eugen und England unter dem Kommando des Herzogs von Marlborough (Schlacht bei Blindheim) siegen und Kurfürst Max Emmanuel verläßt Bayern. Es bleibt ihm noch das Amt des General-Statthalters der spanischen Niederlande mit Sitz in Brüssel, das er seit 1692 inne hat. Nach der Niederlage besetzen die Reichstruppen die Rentämter Landshut, Straubing und Burghausen. Der Kurfürstin von Bayern, Therese Kunigunde verbleibt einzig das Rentamt München. Als sie München verläßt und nach Venedig reist, besetzen die Reichstruppen auch München.
Das ganze damalige Bayern ist zur Besatzungszone geworden.

 

2. Rechtlosigkeit im besetzten Bayern
Das Treiben der Besatzungsmacht


 






************************* Text ******************************* -->Oberitalien ist seit 1701 Kriegsschauplatz im Kampf Österreichs gegen Frankreich. Das öster-
reichische Kaiserreich wollte Frankreich auch hier zurückdrängen und führte verstärkt nach dem Sieg 1704 dort Krieg unter Führung von Prinz Eugen.
Die Reichstruppen sollten nun vom besiegten Bayern aus mit Nachschub an Menschen (Rekruten) und Material (z. B. Nahrung für Mensch und Tier) versorgt werden.
Die Soldaten der kaiserlichen Administration in Bayern, die in der Münchner Maxburg residierte, gingen bei den Rekrutierungen und Versorgungsleistungen für die Reichstruppen (z. B. Einquartierungen) brutal und rücksichtslos vor, worunter vor allem die Landbevölkerungen zu leiden hatte.
Recht- und Schutzlosigkeit, sowie materielle Ausbeutung der Bevölkerung Bayerns führten zum Widerstand zu allererst der Bauern und Tagelöhner. Ihre Söhne wurden mit Gewalt rekrutiert, ihre Nahrungsmittel geplündert, ihre Häuser beschlagnah

mt.

 

3. "Lieber bayrisch sterben, als kaiserlich verderben"
Erste Aufstände in der Oberpfalz, Niederbayern und in der Gegend um Tölz


 





"Lieber bayrisch sterben, als kaiserlich verderben" war die Losung für den Aufstand der Bauern, der zuerst in der Oberpfalz, in Niederbayern und in der Gegend um das Pflegamt Tölz mit dem Angriff auf das Schloss Hohenburg oberhalb von Lenggries an der Isar umsich griff.
Die Administration in München setzte den kaiserlichen Obristen de Wendt mit seinen Soldaten in Marsch, um den Aufruhr zu stoppen. Trotz des brutalen Vorgehens de Wendts weitete sich die Aufstandsbewegung aus, besonders im sog. "Unterland" Bayerns (Nieder- und Ostbayern), aber auch in der Oberpfalz.
 


 

 

 


   

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